Sonntagsmeditation – Ein Mala-Workshop bei Katja Ziegenaus

Meine Mala

Es ist ein ruhiger Sonntag. Ich sitze mit drei anderen Yoga-begeisterten Frauen bei Katja Ziegenaus im beneidenswert geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer und erfreue mich an der fast unüberschaubaren Vielfalt vor uns liegender Perlen. Was wie ein Ausflug in die Kindheit klingt, ist ein Mala-Workshop, den Katja nun schon mehrere Male veranstaltet hat.

Eine Mala ist eine Gebetskette, die als Hilfsmittel bei der Meditation fungiert. Sie besteht (fast immer) aus 108 Perlen in Anlehnung an die 108 Bände des Kanjur, eine Verzeichnung und Sammlung der Anschauungen und Weisheiten Buddhas. Gleichzeitig symbolisieren die 108 Perlen vier Bereiche, die so beschrieben werden, dass man 27 Leidenschaften in 27 Geistesqualitäten verwandeln und 27 Herzenstrübungen überwinden soll, damit 27 Eigenschaften erreicht werden.

Letztlich läuft es darauf hinaus, dass man beim Meditieren pro Perle, die man wie einen Rosenkranz durch die Finger gleiten lässt, Mantras rezitiert wie beispielsweise das bekannte Om. Man kann sich aber auch ein ganz eigenes Mantra überlegen. Die Mala soll dabei helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Mantra zu festigen. Deswegen ist es bestimmt auch nicht verkehrt, Affirmationen zu rezitieren. Mich erinnert es immer ein wenig an die „Bestellung ans Universum“.

Bei Tee und Keksen erzählt Katja uns, welche Bedeutung und Kraft die einzelnen Steine uns geben sollen. Während Achat Stabilität und Balance verleiht, weckt Labradorit unsere Kreativität und Fantasie. Magnesit entspannt und der Bergkristall dient wie ein Verstärker für alle anderen, fast wie das Salz in der Suppe. Daneben gibt es noch viele mehr. Wir sammeln auf unseren Perlenbrettern die Steine, die uns am meisten anziehen (oder vielleicht auch umgekehrt?) und stellen unsere ersten Anordnungen der Perlen auf, verwerfen wieder, legen nochmal um, nehmen neue Steine dazu… Gleichzeitig reden wir darüber, was wir machen, wenn wir keine Mala-Workshops besuchen, wie wir zum Yoga gekommen sind und über Gott und die Welt. Es herrscht nicht zuletzt dank Katjas Gelassenheit eine entspannte Atmosphäre und jeder kommt irgendwie zur Ruhe. Niemand hetzt, keiner stresst. Wir üben an einer separaten Schnur unsere ersten Knoten. Gar nicht so einfach, diese so nah wie möglich an die einzelnen Perlen zu setzen. Im Laufe des Nachmittags arbeiten wir uns schon fast meditativ durch unsere Ketten. Eine Perle, ein Knoten, eine Perle, ein Knoten, schon fast ein eigenständiges Mantra. Zuletzt darf noch jeder eine Guru-Perle, die größte als Abschluss, und eine Quaste an seiner neuen Mala anbringen. Und wie Katja es auch schon prophezeit hat, kann man an der Mala ganz genau erkennen, wer sie gemacht hat. Sie passt einfach. Ich gehe mit einem erfüllten Gefühl nach Hause, bin zufrieden mit mir selbst und der Welt. Meine Mala trage ich jeden Tag mit stolz unter dem T-Shirt und genieße es, wenn die Perlen auf meiner Haut liegen. Und ehrlich gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Jaspis meine innere Unruhe bekämpft.

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